Sonntag, 4. Oktober 2015

16. Zumba, Inbound Weekend, Schule,...

Oi gente! :)

Jetzt sind schon wieder drei Wochen vergangen und ich weiß gar nicht, wo ich mit dem erzählen anfangen soll. Eigentlich passiert hier im Moment gar nicht so viel, es ist halt das ganz normale Leben. :D Ich gehe jeden Tag zur Schule und nachmittags mache ich oft Zumba. Ich bin jetzt in einem Fitnessstudio (hier nennt man das Academia) angemeldet und kann dort alles machen. Es gibt jeden Tag von Montag bis Freitag Zumba. Ich habe natürlich nicht immer Zeit, aber im Moment gehe ich so zwei bis drei Mal die Woche zum Zumba. Und ich liebe es! Es sieht zwar bei mir nicht so toll aus, aber es macht einfach so viel Spaß! Montags und Donnerstags mache ich dann auch noch Funcional und es tut so gut endlich Sport zu machen. Außerdem kann ich mit dem Fahrrad zur Academia fahren und das hat irgendwie ein bißchen was von Freiheit. Das ist eine Sache, die mir mit am Meisten von Deutschland fehlt; dass man einfach überall alleine hin kann und irgendwie unabhängig ist. Ich würde so gerne mal mit dem Bus irgendwo hinfahren, aber das ist unmöglich. Aber da werde ich mich schon noch dran gewöhnen. Und man muss dazu sagen, dass ich eigentlich in einer ziemlich sicheren Gegend bin, hier in meiner Kleinstadt im Südosten. Vorhin hat meine Gastmutter erzählt, dass gestern hier ein Mann ermordet wurde und ich muss sagen, dass hat mich dann doch ziemlich geschockt. (Aber ich will hier keinen beunruhigen, es ist nicht so, dass es normal ist und oft vorkommt!) Insofern kann ich aber auch verstehen, dass meine Gasteltern immer ganz genau wissen wollen wo ich bin. Ich bin das einfach nicht so gewohnt und das macht es für mich halt ein bißchen kompliziert. Aber ich mag meine Gasteltern wirklich so gerne und zum Beispiel saß ich gestern Abend ziemlich lange mit denen draußen und wir haben uns einfach unterhalten. (Ich habe ja schonmal über diese kleinen Sachen geschrieben, die einen so unglaublich glücklich machen und das war so eine davon.)

Im Moment ist es irgendwie so, dass ich noch relativ wenig zu tun habe, obwohl dass schon um einiges weniger geworden ist durch Zumba. Mit Freunden wird hier hauptsächlich am Wochenende abends etwas gemacht. Zum Beispiel war ich Freitag mit einem Mädchen und einem Jungen aus meiner Klasse Pizza essen. (Ich gehe hier irgendwie so oft Pizza essen :D) Und das war echt richtig super und hat total Spaß gemacht. Ich bin so froh darüber, dass ich mitlerweile Unterhaltungen führen kann. Klar, es gibt noch richtig viel was ich nicht verstehe, aber es wird einfach immer besser. Also an alle zukünftigen Austauschschüler, die diesen Blog lesen: Lasst euch bloß nicht wegen einer unbekannten Sprache davon abhalten in ein Land wie zum Beispiel Brasilien zu gehen! Man lernt die Sprach wirklich gut, weil man ja auch nicht wirklich eine andere Möglichkeit hat, wenn man sie einfach den ganzen Tag hört. Außerdem liebe ich das brasilianische Portugiesisch! Es klingt so anders als Deutsch und irgendwie kann man richtig die Lebensfreude der Brasilianer raushören. Und die Brasilianer sind da auch wirklich geduldig mit mir und zum Beispiel ist ein Mädchen in meiner Klasse, das mir einfach total viel hilft. Sie hat zum Beispiel schon so viele Matheaufgaben mit mir ins Englische übersetzt. Über solche Dinge bin ich so froh, weil sie es einem um einiges leichter machen. Zugegeben mache ich in der Schule aber nicht sonderlich viel. Nach wie vor verstehe ich das Meiste nicht, weil ich das in Deutschland auch einfach noch nie gesehen habe oder es total anders war. Und da die Lehrer auch fast alle ziemlich locker sind habe ich auch schon ziemlich oft in der Schule geschlafen...:D Das muss ich mir erstmal wieder abgewöhnen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Irgendwann wacht man dann auf, weil einem die Arme eingeschlafen sind. Es ist aber auch wirklich unbequem. :D Ich weiß nicht, wie man das nennt, aber die Tische sind hier so an den Stühlen dran. Das ist irgendwie unpraktisch und zum Beispiel fallen einem da auch die Stifte immer runter, weil man so wenig Platz hat. Aber ich mag sie trotzdem irgendwie (wahrscheinlich, weil es anders ist als in Deutschland).

Und vor allem muss ich jetzt noch von dem Inbound Weekend erzählen!
Das war vor zwei Wochen in Rio Preto, der einzigen größeren Stadt in unserem Distrikt und man hat so viele neue Leute kennen gelernt! Ich bin am Freitag schon nach Rio Preto gefahren und habe dort bei einem Mädchen aus den USA übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir dann zusammen zu dem Country Club gefahren, wo das Treffen stattgefunden hat. Das Erste was gemacht wurde war - natürlich, was auch sonst - Pins tauschen mit den anderen Austauschschülern. Mein Blazer ist zwar noch lange nicht voll genug, aber es sind echt schon viele Pins dran! Man hatte Zeit sich mit den anderen Inbounds auszutauschen und zu unterhalten und man findet einfach immer etwas zum reden. Das ist wirklich das tolle an anderen Austauschschülern.
Rotary hat an diesem Tag noch relativ viel über die Regeln (die 4 D's von Rotary: no Drinking, no Driving, no Dating, no Drugs und solche Dinge) geredet und ein Vetreter von BeloBrasil hat uns über die mäglichen Touren informiert. Es gibt vier verschieden Touren: Nordost, Pantanal, Foz do Iguacu (und der Süden von Brasilien) und Amazonas. Und ich bin mir sicher, dass jeder Austauschschüler sich nur gedacht hat: "Ich will die machen. Alle." Das geht natürlich nicht (zumindest für mich nicht), aber ich weiß jetzt, dass ich die Nordost und die Amazonasreise mache und bin einfach nur unglaublich glücklich und dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe. Bis dahin dauert es zwar noch ein bißchen, aber ich freue mich da jetzt schon so drauf. Es ist einfach eine einmalige Gelegenheit, mehr von diesem wunderschönen und atemraubenden Land zu sehen.
Außerdem konnten wir mit den Rotexern reden, die in unseren Ländern waren und die sind echt alle total lieb.
Dann haben wir noch ein Banner bemalt mit den ganzen verschiedenen Flaggen der Länder und natürlich wurde auch getanzt. (Es wird hier irgendwie immer getanzt. :D)
Abends sind dann alle Inbounds die aus anderen Städten als Rio Preto kommen zu Gastfamilien gegangen wo wir dann übernachtet haben. Ein Mädchen aus Kanada und ich haben bei einer Frau von Rotary übernachtet und die Familie war wirklich total nett! Sie haben sich total Mühe gegeben und Churrasco für uns gemacht. Außerdem waren die zwei kleinen Kinder richtig niedlich und ich bin immer wieder überrascht wie offen und gastfreundlich die Brasilianer doch sind. Man fühlt sich einfach wohl. Am nächsten Morgen haben sich dann alle wieder getroffen und nachdem wir gefrühstückt hatten, mit Rotex ein Ballspiel gespielt haben (und es war doch schon so warm..) und vor allem ausreichend Fotos gemacht hatten ging es dann mit einer Art Bus wieder zum Country Club wo wir am vorigen Tag auch schon gewesen waren. Die Fahrt war einfach nur richtig lustig. Wir haben alle unsere Flaggen raus gehalten, es lief brasilianische Musik und irgendwann waren alle am Tanzen. Nach ungefähr der Hälfte des Weges haben wir dann angehalten um Água de coco no coco (Kokosnusswaser aus einer Kokosnuss) zu trinken und noch mehr Flaggenfotos zu machen.
Als wir dann angekommen sind, gab es noch Mittagessen und dann war es leider auch schon wieder zu Ende. Es war echt schön, weil man endlich mehr Leute kennen gelernt hat, aber es ist total schade, dass wir uns nicht oft sehen können. Viele wohnen ein bis zwei Stunden entfernt und man kommt ja nirgendwo mit dem Bus hin. Das nächste Treffen ist (erst) im Dezember und da freue ich mich schon richtig drauf!






Gestern waren wir auf der Farm von Freunden von meinen Gasteltern und dort gibt es so viele Früchte! Bananen, Ananas, Papaya, Mangos, Caju,... Außerdem gibt es dort einen Pool und als wir abends darin schwimmen waren ist auf einmal der Strom ausgefallen und es war dunkel.
Da konnte man dann aber auf einmal gaaanz viele Glühwürmchen sehen die in den Bäumen um uns herum waren und das war so schön!

Es ist über acht Wochen her, dass ich in Frankfurt in den Flieger gestiegen bin. Das ist schon ein so großer Teil von meinem Jahr, aber ich weiß, dass ich nicht auf diese Art denken soll. :) Einfach jeden Moment genießen und das Beste aus allem machen. Ich bin so froh hier zu sein.
Ich frage mich manchmal, ob ich mich wohl schon ein bißchen verändert habe, aber wahrscheinlich merkt man das selber gar nicht so. Obwohl, ich merke, wie ich so langsam immer unpünktlicher wäre... Außerdem gewöhne ich mich glaube ich langsam daran, dass es hier einfach viel mehr Körperkontakt gibt. Es wird so seltsam sein, wenn ich wieder in Deutschland bin. Wenn ich da alle überschwänglich mit Küsschen begrüße und wahrscheinlich nur komisch angeguckt werde.
Ja, die Mentalität hier ist schon sehr anders!

Amo vocês,
Lorina♥

Donnerstag, 10. September 2015

15. Mein erster 15. Geburtstag hier

Oi!

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf mich, dass ich jetzt schon wieder einen Eintrag schreibe. :D
Ich werde euch ein bißchen von dem 15. Geburtstag erzählen, auf dem ich am Samstag war.
Also zuerst ist es wichtig zu wissen, dass der 15. Geburtstag eines Mädchens hier in Brasilien eine sehr besondere Sache ist. An diesem Tag wird das Mädchen quasi zur Frau und deshalb wird das sehr groß gefeiert. Ich wollte unbedingt auf so einen Geburtstag und hätte gar nicht gedacht, dass ich da schon so schnell die Möglichkeit zu habe. Das Mädchen kannte ich eigentlich gar nicht wirklich, aber da mein Bruder eingeladen war, konnte ich mitkommen.
In der letzten Woche habe ich dafür Klamotten gekauft und ich hatte einen schwarzen Rock mit einem blauen Top und schwarzen Schuhen an.
Der Geburtstag ging um 20:30 los und als ich mit meinem Bruder dann dort angekommen bin, war es wirklich so wie ich es mir vorgestellt habe. Am Eingang stand ein Fotograf der von jedem Gast zusammen mit dem Mädchen ein Foto gemacht hat.
Es war einfach alles so schön dekoriert und passte perfekt zusammen. Meine zweite Gastschwester war auch eingeladen und einige ihrer Freundinnen, sodass ich dort sogar relativ viele Leute kannte. Zuerst gab es ein Buffet mit Vorspeisen, die wirklich sehr lecker waren. Danach wurde ein Video gezeigt mit Fotos von dem Mädchen von ihrem ersten Lebensjahr bis jetzt. Das war wirklich total süß gemacht. Anschließend gab es die Hauptspeisen beim Buffet. (Reis und Bohnen war natürlich auch wieder dabei.) Ich habe mich dann ziemlich viel mit drei anderen Mädchen unterhalten, die ich vorher noch nicht kannte und die kein Englisch können. Ich finde es so toll, dass ich mitlerweile Unterhaltungen führen kann! Klar, es gibt noch so unendlich viel was ich nicht verstehe. Doch es gibt halt auch schon einiges was ich verstehe. ;) Und ich kann schon oft in ganzen Sätzten reden. Ich merke auch, dass ich mit meiner Gastfamilie immer weniger Englisch rede. (Im Unterricht ist es nach wie vor quasi unmöglich mitzukommen, aber so ganz manchmal verstehe ich so einen Satz von dem was der Lehrer sagt. :D Und ja, es sind wirklich diese Kleinigkeiten, die einen dann glücklich machen.)
Und dann gab es endlich Nachtisch, auf den alle schon die ganze Zeit gewartet hatten. Es sah einfach so schön aus! Das war irgendwie Kuchen und so eine Art von Pralinen. Ich weiß es selbst nicht genau, aber es sah schön aus und hat so gut geschmeckt.
Danach haben dann alle Mädchen ihre Schuhe ausgezogen (als ich die Absätze der anderen Mädchen gesehen habe, kamen mir meine irgendwie nicht mehr so hoch vor :D) und es ging auf die Tanzfläche. Da hab ich mal wieder festgestellt, wie schlecht ich tanzen kann. :D Jedoch muss ich zugeben, dass es wirklich richtig Spaß gemacht hat. Das Selbstbewusstsein der Brasilianerinnen habe ich zwar noch nicht, aber es war echt cool. Und irgendwie wussten die bei jedem Lied, was die Tanzen soll und das war immer anders und kompliziert und ich war ein bißchen überfordert. Vorallem als dann Funk an die Reihe kam...
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass wir so gegen 2 Uhr abgeholt wurden.
Es war wirklich ein total toller Abend! Und ich hab schon von einigen anderen Mädchen gehört, die mich auf ihren 15. Geburtstag einladen wollen. Das ist doch schonmal gut. :D

In der nächsten Woche muss ich nur am Montag zur Schule, weil am Dienstag ein Feiertag ist und die anderen drei Tage Tests geschrieben werden. Ich muss mir noch überlegen was ich mache, aber so ein paar Tage frei sind auf jeden Fall nicht schlecht. Obwohl ich die Schule hier eigentlich sogar echt mag. Der Unterricht ist zwar oft wirklich unglaublich langweilig, aber die ganze Atmosphäre ist so anders als in Deutschland. Man umarmt die Lehrer, etc. Als dann mein Biolehrer angekommen ist und mich gefragt hat, ob ich sein Brötchen probieren will, war ich erstmal ein bißchen geschockt, aber mitlerweile kann ich es mir schon fast nicht mehr anders vorstellen. Mein Biolehrer spricht ein paar Wörter Deutsch und das ist dann echt immer ziemlich lustig. In einigen Fächern kann man sich auch gut unterhalten und dann macht es auch Spaß. :D Es variiert einfach sehr stark.

Morgen gehe ich auf ein Churrasco mit Leuten von Interact. Da freue ich mich sehr drauf und ich bin mal gespannt wie es so wird. :)

Und vom 19.-20. September ist dann endlich ein Wochenende mit den anderen Austauschschülern! Ich will die nämlich unbedingt kennen lernen!

Im Moment habe ich irgendwie noch zuviel Kontakt nach Deutschland und das Gefühl, dass ich zu viel mit meinem Handy mache. Ich muss unbedingt probieren, das weniger werden zu lassen. Es ist nichtmal so, dass ich das mache, weil ich Heimweh habe oder so. Aber es ist doch gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Ich werde hier so oft gefragt, ob ich meine Familie und Freunde vermisse. Und irgendwie ist das schwer zu erklären. Aber ich bin nur ein Jahr hier und die Zeit fliegt nur so dahin. Irgendwie finde ich, dass ich da gar keine Zeit habe Heimweh zu haben. :D Und trotz allen Schwierigkeiten - nein es ist wirklich nicht nur leicht - bin ich unglaublich froh und dankbar hier zu sein.

Wenn alles klappt, mache ich heute das erste Mal Zumba. Aber naja, ich bin in Brasilien und das kann sich auch nochmal ändern. :D Nur mein Bedürfnis Sport zu machen, ist mitlerweile soo groß!

Es ist eigentlich viel besser, öfter zu schreiben, dann muss ich mir nicht so viel Zeit für einen Eintrag nehmen. Mal sehen, wie ich es so schaffe...

An meine Familie und Freunde in Deutschland; ich hab euch alle unglaublich lieb!

Beijos,
Lorina♥

Samstag, 5. September 2015

14. Was in der letzten Zeit so passiert ist

Hallo zusammen!

Ich kann es einfach nicht glauben! Gestern vor vier Wochen bin ich hier in Brasilien angekommen. Die Zeit vergeht einfach so schnell. Auf einmal kommt mir so ein Jahr irgendwie gar nicht mehr so lange vor.. Aber genau deshalb probiere ich da einfach nicht drüber nachzudenken und jeden Moment zu genießen.

In meinem letzten Post habe ich ja erwähnt, dass ich zu einem Rodeo gehen werde und das habe ich dann auch gemacht. :) Genauer gesagt sogar zwei mal, nämlich am Freitag und am Sonntag.
Meine Familie ist mit mir zu dem Rodeo gefahren und es war einfach total cool, das hätte ich gar nicht so erwartet. :D Aber wenn man dann denkt, dass man nach dem Rodeo einfach wieder nach Hause geht, dann hat man sich geirrt. Das wäre ja nicht Brasilien..! Auf jeden fall war da noch eine Band die Sertanejo gespielt hat und ich liebe diese Musik. Ein paar Freundinnen von meinem Gastbruder waren auch dort und wir waren dann die ganze Zeit dort zusammen. Und da waren noch gefühlt eine Millionen andere Menschen, die ich nicht kannte, die unbedingt mit mir reden wollten. Ich war einfach nur total überfordert. :D Der Abend war dann aber echt ziemlich cool, auch wenn ich mich einfach so deutsch gefühlt habe. Die Brasilianerinnen können einfach alle so gut tanzen..


Meine brasilianische Familie♥



Am Samstag Abend sind wir dann wieder zu unserer Farm gefahren und haben dort übernachtet. Es ist einfach so unglaublich schön dort... Und wenn es dunkel ist kann man sehen wie sich die ganzen Lichter von der Stadt die dort in der Nähe ist im See spiegeln.
Am nächsten Tag hat die Freundin meines Gastbruders (sie war auch am Freitag bei dem Rodeo) ihn und mich zu einem Churrasco eingeladen. Dort war auch noch ein Mädchen, das ich von dem Rodeo kannte und es hat echt Spaß gemacht. Wir haben wie kleine Kinder eine Wasserschlacht gemacht, aber es war wirklich so warm.. :D Danach sind wir dann zu dem einen Mädchen nach Hause gefahren um dort in den Pool zu gehen. Anschließend hat meine Gastmutter uns abgeholt und abends sind wir wieder zum Rodeo gefahren.
Am Montag in der Schule war ich einfach nur so müde, weil wir ja Sonntags erst so spät wieder gekommen sind. Aber es war total cool, weil wir einen Mexikaner in die Klasse bekommen haben. Jetzt bin ich hier nicht mehr die einzige, die fast nichts versteht. Und er ist wirklich total nett.
Am Dienstag und Donnerstaghabend war ich dann mit Leuten von Interact bei so einer Art Musikshow, bei der Leute in einer Turnhalle gesungen haben. :D Es hat aber echt Spaß gemacht. Am Donnerstag hatte ich übrigens keine Schule, weil Tests geschrieben wurden und ich einfach nicht in der Lage bin diese mitzuschreiben. Dafür reichen meine Portugiesischkentnisse noch lange nicht aus.


Als ich im letzten Post so von Sao Paulo geschwärmt habe, habe ich ja gesagt, dass ich hoffe dort bald nochmal hinzukommen. Und wo war ich letztesWochenende? In Sao Paulo. :D
Die berühmte Brücke in Sao Paulo
Mein Gastvater musste dort etwas für die Arbeit erledigen und meine Gastmutter und ich sind mitgefahren. Da wir eigentlich nur einen Tag in der Stadt hatten, habe ich längst nicht alles gesehen, aber doch schon eine ganze Menge. Wir waren auf der Straße "25 de marco". Dort ist einfach alles total billig und es sind soo viele Leute dort! Es ist einfach total verrückt, aber irgendwie cool. Ich habe die Avenida Paulista gesehen und vieles mehr. Unser Apartment war ziemlich nah an Paraisópolis, das ist eine große Favela in Sao Paulo. Das heißt, wenn ich aus dem Fenster geguckt habe konnte ich im Vordergrund riesige Hochhäuser mit Pools sehen und im Hintergrund die heruntergekommenen "Häuser" der Favela. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mit welchemWort ich das beschreiben soll, aber es war irgendwie so krass das zu sehen, vorallem weil wir diese riesigen Unterschiede in Deutschland ja nicht haben.
Mercadao, eine riesige Markthalle
Paraisópolis im Hintergrund

Mit meinen Gasteltern Pastel essen
Água de coco no coco

Ananas aber ein bißchen anders :D
So viele Früchte!








In dieser Woche war ich mit meinem Gastvater bei der Polícia Federal um mich quasi hier in Brasilien "anzumelden". (Typisch brasilianisch sind wir am letztmöglichen Tag dorthin gefahren..:D) Dort haben wir dann festgestellt, dass im brasilianischen Konsulat in Deutschland die Namen meiner Eltern vertauscht wurden. Das ist einfach so ärgerlich. Ehrlich gesagt habe ich nur so halb verstanden was wir jetzt deswegen machen, aber irgendwie klappt das. :D

Mexiko und Deutschland
Interact
                                                                 Mittwoch ist unsere Governadora (das ist quasi die höchste Position im Rotary Distrikt) zu uns in den Club gekommen und deswegen hatten wir an dem Tag Interact und Rotary Meeting. Das Rotary Meeting war eigentlich nur ein Abendessen, aber es war richtig cool! Es sind noch ein paar andere Leute von Interact gekommen und wir hatten einfach total Spaß. Aber das beste war, dass ich mit dem Mexikaner endlich Pins getauscht habe und wir Fotos mit unseren Blazern und Flaggen gemacht haben. Und dann wollte fast der ganze Rotary Club ein Foto mit uns und unseren Flaggen. Ich mag den Club dort wirklich richtig gerne. Alle sind einfach so aufgeschlossen und total daran interessiert, dass ich aus Deutschland komme. Sowieso ist mir hier aufgefallen, dass es immer nur positive Reaktionen gibt, wenn jemand hört, dass ich aus Deutschland bin. Ich hatte ein bißchen Angst, dass ich zum Beispiel mit dem Hitlergruß begrüßt werde oder so, weil die einfach keine Ahnung haben, was das bedeutet und dass das in Deutschland sogar verboten ist. (Von anderen Austauschschülern habe ich schon eine Menge solcher Geschichten gehört.) Aber sowas kam noch gar nicht, obwohl ich schon nach Hitler gefragt wurde. Ich habe denen dann eindeutig erklärt, dass ich schrecklich finde, was er gemacht hat und was in dieser Zeit passiert ist und dann haben die das auch verstanden. Insgesamt wissen die alle sogar ziemlich viel darüber. Mir ist jedoch mal wieder aufgefallen, wie wenig patriotisch ich bin und insgesamt Deutschland ist. Zum Beispiel wurde bei dem Rotary Meeting die brasilianische Nationalhymne gesungen während man zur Flagge geguckt und die Hände hinterm Rücken verschränkt hat. Und das ich würde ich in Deutschland niemals machen!!! Ich denke, dass das auch sehr stark an der deutschen Geschichte liegt, aber dieser Unterschied ist echt ziemlich groß.

Mädchen von meiner Schule

Am Donnerstag war ich mit Mädchen von meiner Schule Acai essen und ich weiß nicht, ob ich das im letzten Post schon erzählt habe, aber es ist sooo lecker!
Acai

Gestern nachmittag bin ich mit meinem Bruder zu seiner Schule gegangen um ihm und seinen Freunden zu helfen ein Theaterstück vorzubereiten. Dort war auch eine Chorprobe von ca. 10-jährigen Mädchen und dann kam die Chorleiterin zu mir und meinte, dass die unbedingt wollen, dass ich etwas auf deutsch Singe. Und ich kann einfach nicht singen! Doch dann stand ich da vor
Pizza mit Brigadeiro
denen und irgendwie konnte ich ja auch nicht nein sagen und habe dann kurzerhand Hänschenklein gesungen. :D Es war so peinlich, aber ich merke wie mir hier so manche Sachen einfach immer weniger unangenehm sind. Gestern Abend bin ich dann mit den Freunden meiner Gastschwester, die ja in Dänemark ist, Pizza essen gegangen. Es war richtig cool, weil die alle so nett sind!! Und Pizza essen hier ist der Hammer! Man bezahlt einen festen Preis und kann dann so viel Essen wie man will. Und es kommen immer Kellner zu einem mit verschiedenen Arten von Pizza und man kann von ganz vielen verschiedenen Arten ein Stück essen. Hier ist Fleisch auf Pizza auch total normal und das schmeckt echt ziemlich lecker. Und endlich habe ich auch Pizza mit Schokolade probiert. Soo lecker! Aber am besten war die mit Brigadeiro..











So langsam lebe ich mich hier einfach immer besser ein. Obwohl es hier echt nicht nur leicht ist. Die Leute hier und ihre Mentalität sind einfach so verschieden zu Deutschland. Ich mag diese Art hier echt gerne, aber gleichzeitig ist es auch noch ein bißchen schwierig. Zum Beispiel habe ich hier das erste Mal gemerkt, was für ein pünktlicher Mensch ich bin und dass ich gerne um 8 Uhr da bin, wenn etwas um 8 Uhr anfängt. Oder dass ich es total mag wenn Leute das sagen, was sie wirklich meinen. Ich bin wohl doch ziemlich deutsch. :D Hier ist es total schwierig zu unterscheiden was einfach nur so daher gesagt ist und was jemand wirklich Ernst meint. Doch ich glaube, dass ich das mit der Zeit lerne und mich besser anpassen kann. Wirklich, ich liebe Brasilien! Alles ist so anders und das ist so toll und faszinierend.

Was mir im Moment ein bißchen fehlt, ist ein fester Freundeskreis. Hier sind so viele Leute und die wollen dann auch alle was mit mir machen (was ja auch total cool ist), aber ich bin halt irgendwie immer bei verschiedenen Leuten. Aber ich denke, dass auch das etwas ist, was sich mit der Zeit ergibt.

So wirklich Heimweh hatte ich eigentlich noch gar nicht. Klar, mir fehlen manchmal so Kleinigkeiten. Zum Beispiel möchte ich unbedingt ein Brot mit Nutella essen (das was die hier haben kann man nicht als Brot bezeichnen). :D Und ich vermisse auch manchmal Personen in Deutschland und vorallem eine einfache Unterhaltung zu führen ohne viel nachzudenken und einfach direkt verstaden werden.
Aber irgendwie überwiegt einfach immer die Freude hier in Brasilien zu sein. Zum Beispiel habe ich das ganz oft beim Autofahren, wenn im Radio brasilianische Musik läuft, die Sonne durchs Fenster scheint und ich mir einfach die Landschaft angucken kann, dass ich so unglaublich glücklich bin. Was mich auch total glücklich gemacht hat war am Donnerstag als ich mit meiner Familie im Shopping war, weil mein Bruder noch Klamotten brauchte und meine Eltern sich mit einer Frau die dort arbeitet unterhalten haben und diese nach mir gefragt hat. Da haben meine Eltern ohne zu zögern aus einem Mund "A nossa filha!" ("Unsere Tochter!") gesagt. Die Frau hat daraufhin so verdutzt geguckt, weil ich denen einfach nicht ähnlich sehe und mein Portugiesisch echt noch nicht gut ist. Aber es war einfach so toll, ohne nachzudenken, als Teil der Familie bezeichnet zu werden. Man lernt hier einfach sich über die kleinen Dinge zu freuen und das finde ich so schön. :)

Ich nehme mir jetzt mal vor mindestens alle zwei Wochen zu schreiben und ich hoffe, das klappt auch. :D

Heute bin ich auf einen 15. Geburtstag eingeladen und da freue ich mich total drauf, weil das hier so eine große Sache ist und ich wollte unbedingt selbst mal auf einen. Ich erzähle danach mal wie es war. :)

Até logo e beijos,
Lorina♥

P.S. Das hier ist mein Schulshirt:






Samstag, 22. August 2015

13. Endlich in Brasilien!!!

Oi aus Brasilien!

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag ja schon vor über einer Woche schreiben, aber mir fehlte einfach die Zeit. Und das ist doch ein sehr gutes Zeichen!
Wo soll ich nur anfangen? Ich kann selbst noch nicht wirklich glauben, dass ich vor 15 Tagen wirklich in den Flieger nach Brasilien gestiegen bin. Es kommt mir immer noch vor wie ein Traum. Doch dieser ist nun wahr geworden!

Als ich mit meiner Familie und meiner besten Freundin zum Flughafen gefahren bin war ich nicht mal so sehr aufgeregt. Ich konnte es einfach nicht realsieren und wenn ich ehrlich bin habe ich das auch immer noch nicht. Am Flughafen in Frankfurt habe ich dann auch andere Austauschschüler getroffen, die das gleiche Ziel hatten wie ich: Brasilien.
Und als ich dann meinen Koffer abgegeben hatte ging es auf einmal auch ganz schnell, da war ich gar nicht so drauf vorbereitet gewesen. Ich habe alle aus meiner Familie umarmt, mit dem Wissen, dass das nun das letzte Mal für ein ganzes Jahr sein würde. Und ich hatte wirklich gedacht, dass ich nicht heulen würde. Das hat dann doch nicht ganz so geklappt. Wir waren eigentlich fast alle am heulen und ich habe das alles nur noch verschwommen in Erinnerung. Als ich dann durch die Sicherheitskontrolle gegangen bin, konnte ich mich immer noch umdrehen und sehen wie meine Familie mir zu gewunken hat. Es war wirklich wie in so einem Film. Verzweifelt umdrehen. Winken. Und die Tränen laufen. Ich hab mich wirklich nur noch gefragt: "Warum nur mache ich das hier eigentlich???". Doch irgendwann musste ich mich dann zusammen reißen und mich endgültig umdrehen. War ich froh, dass da die anderen Austauschschüler waren, die mich einfach so gut verstanden haben.
Und dann nach ca. 10 Minuten war es auf einmal okay. Die Traurigkeit war verschwunden und hatte der Neugierde Platz gemacht, was wohl auf mich zukommen würde am anderen Ende der Welt.
Da dies mein erster Flug war, hatte ich damit gerechnet total nervös zu sein, aber tatsächlich hab ich mir da gar nicht so viele Gedanken drüber gemacht. Mein Kopf war wohl voll genug mit anderen Dingen. Und als das Flugzeug dann gestartet ist war es einfach nur unglaublich! Zu sehen wie alles immer kleiner wurde war so schön! Da es bereits dunkel war, konnte man die ganzen Lichter von Frankfurt sehen. Doch dieser Anblick war nichts gegen den, den man über Sao Paulo mit seinen vielen Lichtern hatte. Es war einfach nur atemberaubend!
Am Flughafen haben mich dann meine Gastfamilie, meine zweite Gastschwester und der beste Freund meiner ersten Gastschwester abgeholt. Es war so toll sie endlich zu sehen! Da meine Gastschwester am gleichen Tag abends nach Dänemark geflogen ist, haben wir den Tag in einem Apartment in Sao Paulo verbracht und ich konnte meinen ersten Sonnenaufgang in Brasilien über der Skyline von Sao Paulo bestaunen. Das Apartment hatte ein Panoramafenster, durch das man einen so tollen Blick hatte. Diese Stadt ist so beeindruckend! Klar, es ist halt eine Großstadt, die fast nur aus Hochhäusern besteht und eigentlich auch ziemlich grau ist, aber ich mag sie trotzdem sehr gerne. Ich hoffe, dass ich bald noch mal die Möglichkeit habe dorthin zu kommen um ein bißchen mehr zu sehen. Sind ja "nur" fünf Stunden mit dem Auto...:D
Ausblick aus dem Fenster
Sao Paulo bei Nacht














Am nächsten morgen sind wir dann weiter nach José Bonifácio gefahren. Die Fahrt hat mir aber nicht wirklich etwas ausgemacht, da ich mir die Landschaft angucken konnte, die so anders ist als in Deutschland. Und überall sind Palmen! Außerdem konnte ich noch ein bißchen schlafen, denn ich hatte wirklich einen ziemlich dollen Jetlag.
Wir haben dann an einer Raststätte gehalten um Mittag zu essen und ich habe das erste mal das typische brasilianische Essen mit Reis und Bohnen gegessen. (Bisher gab es hier bei mir noch nicht einen Tag ohne Reis und Bohnen glaube ich und ich mag es echt gerne!) Dazu gab es natürlich Guaraná zu trinken, das ist so ein Softdrink wie Cola oder so, aber viiiieeeel besser! (Bisher hatte ich glaube ich auch noch keinen Tag ohne Guaraná hier, ich glaube ich bin süchtig..)
Reis und Bohnen

Die Kirche in José Bonifácio
Und dann habe ich endlich meine Stadt zum ersten Mal gesehen! Sie ist wirklich ziemlich klein, aber so schön! Ich habe mich total in diese Stadt verliebt.
Am Montag bin ich dann auch direkt das erste Mal zur Schule gegangen und es war wirklich so, dass gefühlt die ganze Schule auf mich zugekommen ist und mich sehen wollte. (Meine Schule ist sehr klein, deswegen haben irgendwie auch alle mitgekriegt, dass eine Austauschschülerin aus Deutschland da ist.) Alle lieben meine blauen Augen und meine Haare, die ziemlich braun sind, sind hier blond. Die Haare von denen hier haben aber wirklich ein so schönes dunkles braun, ich bin total neidisch. :D
Meine zweite Gastschwester ist auf der gleichen Schule wie ich, jedoch eine Klasse unter mir. Wir haben aber trotzdem relativ viel miteinander zu tun und sie ist wirklich total nett! In der ersten Woche haben mich dann auch direkt ein paar Mädchen gefragt ob ich mit denen Tapioca und Acai machen will (typisch brasilianisch), was total lieb war. Und es war sooo lecker. Und aus meiner Klasse haben ein paar Leute mit mir das erste mal Brigadeiros gemacht. Soooo gut! Das Essen hier ist sowieso so lecker und ich mag irgendwie alles und habe das Gefühl ich mache hier nichts anderes als essen,..
Bald muss ich wirklich mit einem Sport anfangen und ich denke, dass ich Zumba machen werde, wenn das klappt.

Letztes Wochenende war ich dann auf meinem ersten Churrasco (typisch brasilianisches Grillen und anschließend mit meiner Gastschwester und vielen anderen im "Texas Pub". Der ist hier bei den Jugendlichen wohl sehr beliebt und es war echt cool. Am Sonntag sind wir dann zu unserer Farm gefahren. Die liegt an einem See und es ist so wunderschön dort! Es gibt so viele Bäume und Tiere dort, die ich noch nie vorher in echt gesehen hatte oder gar nicht kannte. Ich kam mir ein bißchen vor wie im Zoo. Außerdem haben wir dort Pferde und ich saß nach einigen Jahren wieder auf einem. Abends sind wir dann schwimmen gegangen und haben und den Sonnenuntergang über dem See angeguckt. So schön! Da hier fast alle Tage wolkenlos sind und die Farm abseits von der nächsten Stadt liegt konnte man nachts soo viele Sterne sehen! Es ist einfach atemberaubend schön dort.

Ein Zitronenbaum
Beeren die ich noch nie vorher gesehen habe
Ich hab den Namen vergessen, aber die sind so ähnlich wie Papageien
Der Sonnenuntergang am See bei unserer Farm

In der Schule verstehe ich eigentlich nichts von dem was die Lehrer reden und auch mich mit meinen Mitschülern zu unterhalten ist ziemlich kompliziert. Aber es wird von Tag zu Tag besser! Ich habe jetzt auch so eine Art Collegeblock, der für die verschiedenen Fächer unterteilt ist und in den immer geschrieben wird. Das ist total anders als in Deutschland. Schule hier ist sowiese das genaue Gegenteil. Also sowas wie Aufzeigen gibt es sowieso nicht. Wenn jemand etwas sagen will sagt er es einfach. Und man redet die Lehrer mit dem Vornamen an und sie sind auch quasi deine Freunde. Dass man die morgens zur Begrüßung umarmt ist total normal. Für mich als Deutsche ist das einfach total ungewohnt. Aber ich mag diese lockere Art der Brasilianer total gerne.

Ich finde, dass man aber sehr merkt wie anders die Mentalität ist und das ist manchmal echt nicht leicht. Doch ich glaube, dass ich mich da mit der Zeit dran gewöhne. :)

Bei den Rotary Meetings von meinem Club war  ich auch schon zweimal und die Leute sind einfach so nett und interessiert! Außerdem geht meine Gastschwester auch zu den Meetings, weil sie die Präsidentin von Interact ist. Interact gehört zu Rotary und ist für Jugendliche die sich sozial engagieren und anderen Menschen helfen wollen. Da gehe ich auch jede Woche hin und auch wenn ich nicht wirklich viel verstehe macht es echt Spaß. In meine Stadt kommen noch ein Junge aus Mexiko und ein Mädchen aus den USA und ich hoffe, dass ich die dann auch bald kennen lernen kann.

Meine Gasteltern haben mir ein paar Havaianas (typisch brasilianische Flip Flops) gekauft, das ich mir aussuchen konnten. Wir waren in der nächstgrößeren Stadt in einer Mall und dort gibt es einen Laden nur mit Havaianas. Es ist wie im Himmel. :D
Sooo viele Havaianas!


So, das waren die letzten zwei Wochen kurz zusammen gefasst. :) Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber dafür reicht meine Zeit hier leider nicht. Heute abend fahre ich mit meiner Familie zu einem Rodeo Festival und ich glaube das wird ziemlich cool. Außerdem wird da eine Sertanejo Band sein und ich liebe diese Musikrichtung einfach.

Ich hoffe, dass ich bald Zeit finde wieder zu schreiben und euch auf dem Laufenden halten kann. In meinen nächsten Post kommen auch noch mehr Fotos rein. :)

Beijos,
Lorina♥

Mittwoch, 24. Juni 2015

12. Adventure Weekend, Club Meeting, Abschiedsbuch,...

Olá!

Es ist jetzt schon wieder über zwei Wochen her, aber ich möchte euch unbedingt noch etwas über das Adventure Weekend erzählen. :)
Das Wochenende wurde wie das letzte auch von Rotex organisiert und es war mindestens genauso toll! Da dieses mal auch die ganzen Inbounds da waren, waren wir um die 120 Leute und das waren schon ziemlich viele. Aber dadurch hat man wieder neue Leute kennen gelernt.
Und das Wochenende hieß nicht umsonst Adventure Weekend. ;)
Brasilien Inbounds&Outbounds
Wir haben in großen Zelten auf einer Wiese übernachtet, es gab bloß einen Toilettenwagen, wir haben eine Nachtwanderung gemacht, waren Kanu und Fahrrad fahren und saßen abends am Lagerfeuer und haben alle zusammen gesungen. Es war einfach perfekt und hat so unglaublich viel Spaß gemacht! Ich kannte die ganzen Leute ja mitlerweile schon, aber man versteht sich immer besser und hat einfach nie Langweile und immer ein gemeinsames Thema über das man reden kann. Außerdem verstehen die anderen Austauschschüler einen einfach ganz genau.
Das Kanu fahren hat so super viel Spaß gemacht und nach kurzer Zeit waren alle komplett nass. :D Am schönsten aber fand ich die Abende am Lagerfeuer. Die Stimmung war einfach so schön und es ist total schwer das zu beschreiben.
Das war jetzt das letzte von Rotary organisierte Treffen und am Sonntag musste man sich von vielen mit dem Wissen verabschieden, sich nun für eine lange Zeit nicht zu sehen.
Doch ich werde mich mit den Leuten mit denen ich mich dort am besten verstanden habe auf jeden Fall in den Sommerferien noch treffen!
 
Gestern hat mein Rotary Club mich zum Clubabend eingeladen, damit ich mich dem Club vorstellen kann und dieser mich ins Ausland verabschieden kann. Ehrlich gesagt habe ich mir vorher nicht großartig überlegt, was ich denn sagen kann, sondern ich habe einfach spontan von mir, meiner Familie und dem Wunsch ein Jahr in Brasilien zu verbringen erzählt und es war überhaupt nicht schlimm. Die leichte Aufregung vorher wäre gar nicht nötig gewesen. :) Die Leute da sind einfach unglaublich nett und offen und so an dem interessiert was ich vorhabe. Ich hatte auch das erste mal meinen Blazer an und an ihm sind sogar schon einige Pins, die ich von den Inbounds bekommen habe. Meine Jugenddienstleiterin hat mir einen Pin von Münster geschenkt, den sie mir auch an meinen Blazer gemacht hat und ich fand, dass das einfach eine total liebe Geste war. Außerdem habe ich einen Wimpel von meinem Club bekommen, den ich dann in Brasilien an meinen Club in José Bonifácio übergebe. Ich habe mich noch viel mit den Leuten dort unterhalten und freue mich einfach immer mehr auf die kommende Zeit.

                                                                      Besser spät als nie:
Endlich habe auch ich mal mein Abschiedsbuch fertig! (Kurze Erklärung: Es wird an meine Freunde und Familie gegeben und jeder kann eine Seite gestalten, aber ich werde es mir erst auf dem Flug nach Brasilien angucken und durchlesen und habe dann während des Jahres eine schöne Erinnerung.) Ich weiß, dass ich total spät dran bin, aber das klappt schon irgendwie noch. Da ich einen Ordner gestaltet habe, in dem Zettel abgeheftet sind, können auch alle gleichzeitig etwas schreiben.






Noch 43 Tage! Die Zeit fliegt nur so dahin! Ich erinnere mich noch so gut daran, als es noch um die 200 Tage waren. Und auch 100 Tage war doch gerade erst. Und jetzt sind es schon unter 50... Morgen in 6 Wochen werde ich im Flieger sitzen und ich kann es noch gar nicht richtig realisieren. Es sind nicht einmal mehr zwei Monate! Ich muss noch Gastgeschenke kaufen und habe bisher noch keine richtige Idee. Da ich ja vier Familien haben werde, muss ich irgendwie auch ganz schön viel mitnehmen.
Außerdem ist meine Guarantee Form gestern angekommen und ich kann nun endlich mein Visum beantragen!
Wenn ich das alles gemacht habe heißt es: Brasil, eu chego!

In zwei Tagen ist schon der letzte Schultag und so langsam fängt es an, dass man sich von einigen Leuten verabschieden muss. Ich hatte bereits meine Letzte Ballettstunde und meine letzte Klavierstunde. Das ist so ein seltsames Gefühl! Ich weiß noch nicht, ob ich nach dem Jahr nochmal anfange damit und deshalb ist es irgendwie schon traurig..

Até logo,
Lorina♥